build.ING.future – Grundsatzprogramm 2026

Bayerische Ingenieurekammer-Bau · Wahlliste 2026

Gemeinsam
die Zukunft
bauen.

buildINGfuture ist die Wahlliste für eine offene, nachhaltige und innovative Ingenieurgemeinschaft. Für Bauingenieur:innen, die mehr wollen als den Status quo.

buildINGfuture

Innovativ · Nachhaltig · Gemeinsam

Scroll
Innovativ Nachhaltig Gemeinsam KI & Datenmacht Frühphasenplanung Gebäudetyp E Serielles Bauen HOAI-Reform Bürokooperation Innovativ Nachhaltig Gemeinsam KI & Datenmacht Frühphasenplanung Gebäudetyp E Serielles Bauen HOAI-Reform Bürokooperation

Was ING für uns bedeutet.

I

Innovativ

Denken ohne Grenzen.

KI verändert Planung, Vergabe und Projektbewertung – wir wollen diesen Wandel mitgestalten, damit unsere Kammer die Rahmenbedingungen mitbestimmt, statt nur zuzuschauen.

N

Nachhaltig

Bauen mit Verantwortung.

Ressourceneffizientes Bauen beginnt im Entwurf, nicht auf der Baustelle – wir setzen uns für eine Kammer ein, die diesen Anspruch konsequent mitträgt.

G

Gemeinsam

Stärke durch Kooperation.

Frühzeitige, interdisziplinäre Planung spart Ressourcen und stärkt Büros, die kooperieren, statt sich gegenseitig zu unterbieten.

Was wir bewegen wollen.

Technologien für ressourcenschonendes Bauen existieren längst. Aufstockung und Nachverdichtung könnten 160.000–320.000 neue Wohneinheiten pro Jahr ermöglichen – ohne einen einzigen Quadratmeter neue Fläche zu versiegeln. Entscheidend ist: Ressourcenschonende Bauweise muss bereits ab Leistungsphase 1 mitgedacht werden.

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist dabei ein klimapolitischer Rückschritt. BayIKA und BIngK kritisieren den Entwurf, weil er hinter den GEG-Standard von 2020 zurückfällt. buildINGfuture unterstützt diese Haltung ausdrücklich: kein regulatorisches Zurück, sondern ein verlässlicher Transformationspfad.

Was buildINGfuture fordert

  • Aufstockung mit leichten Materialien als anerkannte Klimaschutzmaßnahme – nur möglich mit früher Tragwerksplanung
  • Ressourcenschonende Bauweise materialunabhängig bereits ab dem städtebaulichen Entwurf verankern
  • Serielles Sanieren etablieren, um die Sanierungsquote spürbar zu erhöhen
  • Innenentwicklung – Aufstockung, Dachgeschossausbau, Umnutzung von Leerständen, Überbauung von Parkplätzen – als Kammer-Leitbild
  • Niederschlagswassermanagement, Retention und Versickerung schon im städtebaulichen Entwurf und in der Bauleitplanung berücksichtigen
  • Schwammstadt-Prinzipien als Standard im Verkehrswegebau: wasserdurchlässige Beläge, lokale Versickerung, begrünte Verkehrsflächen
  • KI-gestütztes Recycling und Kreislaufwirtschaft als marktreife Technologie etablieren

BIM ist in vielen Bereichen etabliert, aber noch nicht flächendeckend umgesetzt. Künstliche Intelligenz übernimmt bereits heute Ausschreibungsauswertung, Mängelerfassung und Terminprognosen. Damit entsteht ein neues Risiko: Wer die Plattformdaten kontrolliert, kontrolliert künftig auch Projektbewertungen und Vergabeentscheidungen.

Was buildINGfuture fordert

  • KI-Grundkompetenz als Pflichtmodul in Kammerfortbildungen verankern
  • Das Datenmacht-Risiko benennen und Rahmenbedingungen für eine faire KI-Nutzung mitgestalten
  • Interoperabilität und offene Standards stärken
  • Datenqualität als Grundlage definieren und verbindliche Standards schaffen
  • Den digitalen Zwilling als Lebenszyklusstandard etablieren
  • Zur EU-KI-Verordnung konkrete Orientierung und Umsetzungshilfen für Büros bereitstellen

Die Fachkräftelücke ist messbar akut: Auf 100 Arbeitssuchende kommen aktuell über 300 offene Stellen im Ingenieurbereich – bundesweit fehlen 133.900 MINT-Fachkräfte. Das ist kein Imageproblem mehr, sondern ein Strukturproblem.

Was buildINGfuture fordert

  • Ingenieur:innen als KI-Gestalter:innen kommunizieren – nicht als von KI Verdrängte
  • Produktivität als Berufsbotschaft: Bauingenieur:innen können günstiger und schneller bauen
  • Hochschulkooperationen für neue Studienformate: Bau + Data Science, Bau + Kreislaufwirtschaft
  • Faire Bezahlung von Ingenieur:innen konsequent einfordern
  • Wirken und Handeln der Ingenieur:innen in der öffentlichen Wahrnehmung sichtbarer machen
  • Schülerwettbewerbe und Schülerpraktika weiter fördern und bekannt machen
  • Erleichterten Berufseinstieg für Absolvent:innen aus dem Ausland und ausländische Absolvent:innen ermöglichen

New Work ist kein Lifestyle-Thema, sondern ein handfester Wettbewerbsvorteil im Fachkräftemarkt. Neue Daten zeigen: Im Bauwesen gibt es im Durchschnitt zwar Gehaltsparität – aber massive Unterschiede zwischen einzelnen Berufsgruppen.

Was buildINGfuture fordert

  • New Work als Wettbewerbsvorteil positionieren – die Generation Z bringt andere Werte mit, Organisationsformen müssen sich anpassen, mehr Selbstführung statt Hierarchie
  • Gehaltstransparenz nach Berufsgruppe – als Datenbasis für den gesamten Berufsstand
  • Das Entgelttransparenzgesetz aktiv als Chance nutzen
  • Herkunftsneutralität als Grundsatz – Chancengleichheit unabhängig von Herkunft, aktive Förderung des europäischen Arbeitsmarkts für Ingenieurberufe
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie – Kinder oder pflegebedürftige Angehörige – weiter stärken
  • Das Potenzial von in Teilzeit arbeitenden Ingenieur:innen konsequent ausschöpfen
  • Tandem-Modelle und flexible Arbeitsplatz- und Arbeitszeitgestaltung fördern

Normen müssen Sicherheit gewährleisten – keine Überregulierung, die Kosten treibt statt Qualität zu sichern. Deutschland baut zu langsam: Ingenieur:innen sind Prozessgestalter:innen und haben eine Stimme in diesem Prozess verdient.

Was buildINGfuture fordert

  • Einfaches Bauen und Gebäudetyp E: die Kammer als bayerisches Kompetenzzentrum positionieren – das Gesetzgebungsverfahren läuft noch bis Ende 2026
  • Aktive Normenpolitik: die Kammer in den DIN-Gremien präsent, um Überregulierung zu benennen und konkret abzubauen
  • Erprobte Modelle für Überbauung von Parkplätzen und Umnutzung von Büro- und Kaufhäusern sichtbar machen
  • Ingenieur:innen als Prozessgestalter:innen positionieren – nicht nur als Planungsausführende

3.505 statt 5.200 fertiggestellte Wohnungen in Bayern 2025 – ein Drittel weniger als noch vor vier Jahren. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Die Antwort heißt Produktionslogik, nicht mehr Einzelprojekte: Serielles Bauen ermöglicht bis zu 20 % kürzere Bauzeiten, unabhängig von Witterung und Fachkräfteverfügbarkeit auf der Baustelle.

Was buildINGfuture fordert

  • Die BayIKA-Daten 2025 ernst nehmen: Die Wohnungsbaukrise trifft die soziale Wohnungswirtschaft besonders hart – die Kammer muss Gegenmaßnahmen vorschlagen, nicht nur dokumentieren
  • Innovierende Mittelständler – Modulbau, serieller Wohnungsbau, Fertigbad – aktiv stärken, nicht nur den Status quo erhalten
  • Systembauweise nach dem Baukastenprinzip auch in der Infrastruktur etablieren
  • Normierung und Zulassung für Modulbau spürbar vereinfachen
  • Hochschulcurricula um Serienplanung und Produktionslogik erweitern
  • Pilotprojekte bayerischer Büros sichtbar machen und untereinander vernetzen

Der größte Hebel für Ressourcen, Kosten und Konstruktion liegt in den Leistungsphasen 1 und 2. Wer die Tragwerksplanung erst in LPH 3 einbindet, hat sie zu spät eingebunden – das ist keine Meinung, sondern ein wissenschaftlicher Befund, unter anderem belegt durch den Abschlussbericht „Holzbau findet Stadt“ (RUB Bochum / RWTH Aachen, September 2025, gefördert durch BBSR / Bundesministerium für Wohnen).

Die Studie zeigt: Vorgefertigter, ressourcenoptimierter Bau erfordert eine detaillierte Planung in frühen Projektphasen. Spannweiten, Raster, Gebäudetiefe und Geschossigkeit müssen bereits ab LPH 1 tragwerksplanerisch mitgedacht werden. Und sie stellt fest: Die bestehende HOAI-Leistungsphasenanordnung passt nicht zum ressourceneffizienten Bauprozess – eine Anpassung ist notwendig.

Was buildINGfuture fordert

  • Tragwerksplanung ab LPH 1 als Grundleistung verankern – nicht als Sonderwunsch oder besondere Leistung
  • Verkehrs- und Niederschlagswassermanagement frühzeitig in städtebauliche Konzepte und Objektplanungen einbinden
  • Das Koordinationsproblem benennen: Bis zu 30 koordinationspflichtige Akteure pro Projekt ohne frühe Strukturentscheidung verursachen Nachtragsspiralen und Qualitätsverluste
  • HOAI-Reform: iterative, parallele Leistungsbilder ermöglichen und die frühzeitige Vergabe von Fachplanerleistungen honorarrechtlich abbilden
  • Ein Fortbildungsformat „Frühphase interdisziplinär“ für Architekt:innen, Ingenieur:innen und Kommunen gemeinsam schaffen
  • Einen ingenieurspezifischen Planungsleitfaden erarbeiten – in Kooperation mit der Architektenkammer Bayern
  • Honorarrechtliche Benachteiligung früher Fachplanerleistungen konsequent abbauen
  • BIM-basierte Zusammenarbeit als integriertes Leistungsbild definieren

Die HOAI-Novellierung läuft, das Leistungsbildgutachten liegt bereits vor. Das Zeitfenster für Kammereinfluss ist offen – wer jetzt Position bezieht, gestaltet mit. Die HOAI-Reform ist zudem nur gemeinsam mit der Architektenschaft durchsetzbar – buildINGfuture setzt sich deshalb für eine gemeinsame Initiative beider Kammern ein.

Das Vergabebeschleunigungsgesetz wurde am 08.05.2026 vom Bundesrat verabschiedet. BayIKA und BIngK begrüßen das Gesetz; der Losgrundsatz bleibt grundsätzlich bestehen, mit Ausnahmen für Infrastruktur- und Verkehrsprojekte. buildINGfuture respektiert diese Linie ausdrücklich – unsere Forderung ist keine Vergaberechtskritik, sondern eine Bürostrategie: Wir wollen bayerische Ingenieurbüros befähigen, auch in komplexeren Projekten wettbewerbsfähig zu bleiben – durch Kooperation, Spezialisierung und digitale Kompetenz.

Ein ehrliches Wort an uns selbst: Der Preisdruck kommt nicht nur von außen. Solange Ingenieurbüros sich gegenseitig mit Dumpingangeboten unterbieten, schwächen wir den gesamten Berufsstand. Nur noch 84 % der Planungsbüros schreiben Gewinn – 2024 waren es noch 97 %. Private-Equity-Plattformen bündeln zudem gezielt mittelständische Ingenieurbüros in Tragwerk und TGA in Süddeutschland. Bietet die Kammer keine Alternative, definiert der Kapitalmarkt die Zukunft des Berufsstands.

Was buildINGfuture fordert

  • Haltung als Kern: Kooperation statt Ellbogen – zwischen klein und groß, jung und alt, Generalist:innen und Spezialist:innen
  • Eine Kooperationsbörse auf der Kammerplattform: Büronetzwerke für gemeinsame Generalplaner-Auftritte oder Ingenieurgemeinschaften
  • Ingenieurbüros in der Fläche als Kompetenz vor Ort stärken – zur Schaffung lokaler Wertschöpfung, besonders im ländlichen Raum
  • Einen Honorar-Transparenz-Bericht für Fachplanung – gegen Dumping, für faire Preisfindung
  • Innovierende Büros – BIM-first, Modulbau, serielle Planung – sichtbar machen und gezielt fördern
  • Rechtliche Rahmenverträge für Büronetzwerke bereitstellen

Mittelstandsschutz bedeutet nicht, ineffiziente Strukturen einzufrieren. Echte Stärkung heißt: Büros befähigen, die auf Kooperation, Digitalisierung und modulare Bauweise setzen.

Wahlzeitraum 2026

21.09. – 04.10.2026

Wenn Sie unser Grundsatzprogramm überzeugt, freuen wir uns über Ihre Stimme für die Kandidat:innen von build.ING.future.

Unser Team.

Wir kommen aus unterschiedlichen Bereichen des Bauingenieurwesens – aus Planung, Forschung, Projektmanagement und Unternehmertum. Uns verbindet die Überzeugung, dass die Bayerische Ingenieurekammer-Bau die Zukunft unseres Berufsstandes aktiv mitgestalten kann. Dafür bringen wir unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen zusammen.

Johanna Arnold

Johanna Arnold

Gründerin & geschäftsführende Gesellschafterin | Shortlist GmbH

„Unsere Branche ist im Wandel — das ist unsere Chance. Weniger Bürokratie. Mehr Kooperation. Besseres Bauen.“

Paul-Ludwig Haider

Paul-Ludwig Haider

Teamleitung | TragwerksplanungMitglied der Vertreterversammlung · Leitung AK Gleichstellung · AK Junge Ingenieur:innen · AS Rechnungsprüfung · Karl-Kling-Sozialfonds

„Für den Wandel. Für alle.“

Nikolaus Graf

Nikolaus Graf

Projektmanager | BauMitglied der Vertreterversammlung · Stellv. Vorsitzender Ausschuss Satzung & Wahlordnung

„Vernetzen. Vereinfachen. Vorangehen.“

Franziska Waltl

Franziska Waltl

Stellv. Gruppenleitung | Konstruktiver IngenieurbauMitglied der Vertreterversammlung · Vorsitzende AK Junge Ingenieur:innen · Stellv. Vorsitzende AS Öffentlichkeitsarbeit · AK Nachhaltige Energieversorgung & Infrastruktur

„Die Zukunft des Bauens entsteht, wenn Erfahrung auf Innovation und Zusammenarbeit trifft.“

Elisabeth Suttner

Elisabeth Suttner

Projektleiterin BrandschutzFreiwilliges Mitglied · AS Akademie · AK Junge Ingenieur:innen · AK Gebäudehülle

„Innovation, Vielfalt und Chancengleichheit stärken – Zukunft bauen.“

Elisabeth Aberger

Elisabeth Aberger

Leiterin Gebäude CAD- und DatenmanagementAK Junge Ingenieur:innen · AK BIM Building Information Modeling

„Die digitale Transformation des Bauens beginnt mit klar strukturierten Informationen.“

Maike Grüneberg

Maike Grüneberg

Wissenschaftliche Mitarbeiterin | BauphysikMitglied der Vertreterversammlung · AK Junge Ingenieur:innen · Vertreterin im Gesprächsforum „Junge freie Berufe“ · Jurymitglied JuniorING 2026

„Miteinander statt gegeneinander. Zuhören statt übereinander reden.“

Birga Ziegler

Birga Ziegler

Geschäftsführende Gesellschafterin m2ing GmbH | Gesellschafterin ILP² INGENIEUREMitglied der Vertreterversammlung · AS Leben Arbeiten Karriere · Regionalbeauftragte für Oberbayern

„Digitalisierung und KI gezielt umsetzen – damit aus Daten nachhaltiger Fortschritt entsteht.“

Maximilian Jakob

Maximilian Jakob

Geschäftsführender Gesellschafter der ILP² INGENIEURE

„Gemeinschaft statt Ellenbogen – für eine Zukunft des Miteinanders.“

Bastian Kulzer

Bastian Kulzer

Geschäftsführender Gesellschafter | mks Architekten-Ingenieure GmbH

„Was wir planen und bauen, prägt unsere Umwelt und die Lebensräume aller.“

Werde Teil von buildINGfuture.

Die Teilnahme ist kostenlos. Du bringst deinen Namen, deine Überzeugung und deine Ideen mit — wir den Rest.

  • Mitglied der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau
  • Die Werte und Ideen des Programms vertreten
  • Nicht auf einer anderen Wahlliste gelistet
  • Selbstauskunft ausgefüllt und unterschrieben
  • Beitritt kostenlos — keine Mitgliedsbeiträge
Jetzt Kontakt aufnehmen →